Dermatologie II

Manuelle Lymphdrainage

- Die ML ist die geeignete Therapie zur Behandlung lymphostatischer Ödeme[1], die sich durch ungenügende Transportkapazität der Lymphgefäße bei normaler lymphpflichtiger Last (auch Niedrigvolumeninsuffizienz) kennzeichnen.

-zb Lymphödem nach Ops o.ä. (Sekundäres)

- 4 Grundgriffe (stehender Kreis, Pumpgriff, Schöpfgriff und Drehgriff)

- Pumpleistung der Angione soll verbessert werden

 

- Durch die Griffe wird Reiz für das Gewebe erzeugt, den die Angione mit erhöhter Pumpfrequenz beantworten

 

Die ML ist die geeignete Therapie zur Behandlung lymphostatischer Ödeme[1], die sich durch ungenügende Transportkapazität der Lymphgefäße bei normaler lymphpflichtiger Last (auch Niedrigvolumeninsuffizienz) kennzeichnen. Darunter fallen angeborene (primäre) sowie sekundäre Lymphödeme. Die klassische Indikation ist das sekundäre Lymphödem des Armes nach Brustkrebsoperationen.

Die vier Grundgriffe nach Vodder, die in Zusammenarbeit mit Günther Wittlinger entwickelt wurden, sind: stehender Kreis, Pumpgriff, Schöpfgriff und Drehgriff, sie werden an die verschiedenen Körperregionen angepasst.[2] Durch verschiedene Grifftechniken soll das Lymphsystem aktiviert werden, indem vor allem die Pumpleistung der Lymphgefäße, genauer der Lymphangione, verbessert wird. Die Frequenz der Lymphangione beträgt unter Ruhebedingungen ca. 10–12 Kontraktionen pro Minute,[3] diese kann auf bis zu 20 gesteigert werden. Der Therapeut erzeugt durch die Griffe mit ihrem wechselnden Druck (Druckphase mit Quer- und Längsdehnung der Haut bzw. Nullphase – nur Hautkontakt wird gehalten) einen Reiz für das Gewebe. Die glatten (unwillkürlichen) Muskelzellen der Lymphangione beantworten diesen Reiz mit erhöhter Pumpfrequenz.[4] Einer oftmaligen Wiederholung der Griffe folgt eine erhöhte Durchflussrate.[5]

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