ProSim Test

Welche Arten von Prozess Simulations-Programme kennen Sie (mit Skizzen)?
Nennen Sie Beispiele und erläutern Sie die Vorteile und Nachteile!

Prozesssimulationsprogramme, auch Flowsheeting-Programme genannt, unterteilt man nach deren Lösungsverhalten in Modular-Sequentielle-Programme sowie Gleichungsorientierte Programme. Weiters unterscheidet man je nach Zeitverhalten zwischen statischer- und dynamischer Simulation. 
 
Modular-Sequentielle-Programme:
Bsp.: ASPEN, IPSE, CHEMCAD
Die einzelnen Unit-Operations werden separat berechnet. Die Reihenfolge der Berechnungen folgt den Stoffströmen. Die Werte der Ausgangsströme einer Unit Operation, dienen als Eingangswerte der folgenden Unit-Operation.
 
+  Berechnungen gut nachvollziehbar
+  Einfache Fehlersuche
+  Geringe Rechneranforderung
+  leistungsfähige Unit-Operation-Modelle

-  Iteratives Lösen bei Rückführungen notwendig
-  Hohe Rechendauer bei komplexen Systemen
-  Kein dynamisches Verhalten darstellbar
 
Gleichungsorientierte Verfahren:
Bsp.: ASPENDynamics, IPSEpro
Das Gleichungssystem (Matrix von n Gleichungen und n Variablen) wird simultan gelöst.
 
+  Flexibler als MSP
+  Vermeidung von Konvergenzproblemen
+  Schnellere Berechnung, keine Schleifen
+  Dynamische Berechnungen möglich
 
-  Rechen-/Speicherintensiv
-  Simulationsrechnung auf abstrakter, mathematischer Ebene
-  Unit-Operations oft weniger detailliert als in MSP
-  Gute Startwerte notwendig

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