Klinische Psychologie - Störungslehre

Epidemiologie

Wie häufig sind psychische Störungen in Europa und in Deutschland

12-Monatsprävalenz für das gesamte Spektrum psychischer Störungen inklusive Kinder, Jugendliche und Hochbetagte: 38,2% 
 
Nahezu jeder zweite Betroffene hat mehr als eine psychische Diagnose.
Wenig Evidenz für ausgeprägte nationale und kulturelle Unterschiede
 
Deutschland:
DEGS1-MH − Großangelegte epidemiologische Studie (Robert Koch-Institut, TU Dresden) −  N = 4483 − Einsatz standardisierter klinisch-diagnostischer Interviews (CIDI) 
 
12-Monatsprävalenz: 27,7% 
Frauen:  33,3%
Männer: 22,0%
 
=> einschließlich Nikotinabhängigkeit: 34,4%
 
Junge Erwachsene sind am häufigsten betroffen
 
Von den Betroffenen mit einer Diagnose waren nur 11% im letzten Jahr im Kontakt mit dem Gesundheitssystem
 
Häufigsten Störungen: 
 
=> Angststörungen 15,3%
=> Nikotinabhängigkeit 13,1%
=> Unipolare Depression 7,7%
 
Häufigste Störungen bei Frauen: Angststörungen, unipolare Depression, Nikotinabhängigkeit, somatoforme Störungen
Häufigste Störungen bei Männern: Nikotinabhängigkeit, Angststörungen, unipolare Depression, Alkoholabhängigkeit

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