Klinische Psychologie - Störungslehre

Bipolare Störungen

Bipolar-I: Risikofaktoren

Umwelt
• Häufiger in Industrie- als in Entwicklungsländern (1,4 % vs. 0,7 %)
• Möglicherweise, weil diagnostische Instrumente ohne transkulturelle Validierung verwendet werden
• Getrennte, geschiedene oder verwitwete Personen erkranken häufiger an einer Bipolar-I-Störung
=> Richtung des Zusammenhangs unklar
 
Genetische Faktoren
Angehörige eines Betroffenen mit BipolarI- oder -II-Störung haben ein 10-fach erhöhtes Risiko, ebenfalls zu erkranken
• Vergrößert sich mit der Nähe der Verwandtschaft
Schizophrenie und bipolare Störung teilen wahrscheinlich einen gemeinsamen genetischen Ursprung
 
Suizidrisiko
• Lebenszeitrisiko für Suizid mindestens das 15-fache Risiko der Normalbevölkerung
• Bipolare Störung könnte für 25 % aller vollendeten Suizide verantwortlich sein
• Prävalenzrate von Suizidversuchen bei Bipolar-II- und Bipolar-I ähnlich (32,4 % bzw. 36,3 %)
Letalität bei Suizidversuchen ist hoch

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