Klinische Psychologie - Störungslehre

Bipolare Störungen

Bipolare Störungen: Erklärungsmodelle

Multifaktorielle Genese
• Genetische, neurobiologische und psychosoziale Faktoren
In erster Linie neurobiologische (genetische) Grundlage der Erkrankung
• Durch fehlerhafte Genprodukte sind Zellfunktionen beeinträchtigt • Führt zu systemischen Veränderungen von Neurotransmission, neuronaler Plastizität und zirkadianer Rhythmik
 
Aber:
Kritische Lebensereignisse und Persönlichkeitscharakteristika im Sinne des Vulnerabilitäts-Stress-Modells krankheitsauslösend bzw. – aufrechterhaltend 
• Ein integrierendes ätiopathogenetisches Modell liegt noch nicht vor
• Ungeklärt, ob das gleiche Modell für die verschiedenen Typen bipolarer Störungen gleichermaßen gilt
=> Stabilität in allen Bereichen wichtig für die Patienten
 
• Veränderungen in verschiedenen Hirnarealen, insbesondere in präfrontalem Kortex, Hippocampus, Amygdala und anderen subkortikalen/limbischen Regionen
Zahlreiche Befunde zu veränderter intrazellulärer Signaltransduktion
• Mangel an Neurotrophinen führt zu einer eingeschränkten Plastizität des Gehirns
• Dadurch inadäquate hirnstrukturelle und funktionelle Adaption z.B. auf Stress
 
=> eher Dinge die den Verlauf bestimmten
=> Erklärung eher unbefriedigend

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