Klinische Psychologie - Störungslehre

Somatische Belastungsstörungen und verwandte Störungen

„Revolution“ der diagostischen Konzepte: DSM-5 und ICD-11

Im ICD-10 Untergruppe von F4 - Somatoforme Störungen
Reflektiert heutiges Verständnis zur Pathogenese, Aufrechterhaltung und Prognose subjektiv belastender Körpersymptome
 
=>Soll therapeutischen Zugang erleichtern, Chronifizierung abwenden
 
Fasst Störungsbereiche zu einer Diagnose zusammen
 
klare Abgrenzung war im DSM-IV und ICD-10 schwierig (keine nosologischen Unterschiede)  Bisher Fokus auf med. Ausschlussdiagnostik, jetzt „Positivsymptome“ enthalten
 
=>geringe Reliabilität der (Nicht)-Erklärbarkeit wird berücksichtigt
 
Mögliche Nachteile
 
Somatische Belastungsstörung als “Sammelbecken” 
=>störungsbezogene Therapie erschwert
 
Hypochondrie ohne körperliche Symptome kaum vorhanden => Differenzierung geht verloren
 
Inflation psychischer Störungen durch „überinklusive“ Diagnostik? A. Frances: “If you have a medical illness, you can get a diagnosis of DSM-5 SSD just by worrying about it a lot."

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