Verfahrenslehre

Verhaltenstherapie

Aus den lerntheoretischen Grundlagen abgeleitete Interventionen

♦Wirkprinzipien der Klassischen Konditionierung:
 
Klingelmatte zur Behandlung der Enuresis bei Kindern
 
Aversionstherapie: ein angenehmer Reiz wird mit einem aversiven Reiz gekoppelt (bspw. Alkohol mit medikamenteninduzierter Übelkeit).
=> kritisch betrachtet & wenig nachhaltiger Effekt
 
Stimuluskontrolle: bspw. bei der Behandlung von Schlafstörungen angewandt. Wieder neue Assoziationen mit dem Stimulus „Bett“ knüpfen.
 
Wirkprinzipien der Operanten Konditionierung:
 
Selbstmodifikation: ein gewünschtes Verhalten aufbauen oder ein unerwünschtes reduzieren, über konkrete Zielsetzungen mit konkretem Belohnungsschema
 
Kontingenzmanagement: auf ein genau definiertes Verhalten hin folgt eine genau definierte Verstärkung (s. auch Shaping und Chaining)
 
Token-Economy-Programme: beruhend auf dem Prinzip der intermittierenden Verstärkung. sog. „Tokens“ als Verstärker (Münzen, Sternchen etc.), die gesammelt und ab einer gewissen Anzahl gegen attraktive Verstärker eingetauscht werden können
 
Nach den Wirkprinzipien des Modelllernens:
 
Soziales Kompetenztraining: Rollenspiele, bei denen das gewünschte, selbstsichere Verhalten zunächst am Modell gezeigt wird

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