VWL02

Wirtschaftsordnung und –politik erklären und
voneinander abgrenzen

Wirtschaftsordnung: Summe aller Prinzipien und Mechanismen, die das
Wirtschaftsgeschehen und damit die volkswirtschaftlichen Grundfragen der
Produktion und Verteilung bestimmen.

Wirtschaftsverfassung: Wirtschaftsordnung wird durch die Wirtschaftsverfassung
in schriftlich fixiertes Recht umgesetzt und damit in die Rechtsordnung integriert.

Wirtschaftspolitik: Gestaltung und Beeinflussung gesellschaftlichen
Wirtschaftens.

Formale Unterteilung: praktische und wissenschaftliche Wirtschaftspolitik

inhaltliche Unterteilung: Ordnungs-, Struktur- und Prozesspolitik.

Wirtschaftsordnung und –politik beeinflussen sich gegenseitig: Die Wirtschaftsordnung legt in ihren Rechtsnormen Ziele, Mittel und Träger der Wirtschaftspolitik fest und bestimmt deren Handlungsspielraum.

Umgekehrt können neue Konzepte der Wirtschaftspolitik zu Korrekturen und Ergänzungen
der Wirtschaftsverfassung und damit auch der Wirtschaftsordnung führen.

Wirtschaftsordnung ist der umfassende Begriff (im Gegensatz Wirtschaftsverfassung), da das Verhalten der Menschen nicht nur vom Recht, sondern auch von Sitten, Bräuchen und Wertvorstellungen bestimmt wird. Mit der Zeit ändern sich auch diese Werthaltungen und wirken sich auf das Wirtschaftsgeschehen aus ohne das sie gesetzlich normiert wären.

Die Regeln der Wirtschaftsverfassung sind schriftlich fixiertes Recht. Hiermit wird für die Wirtschaftsordnung der passende rechtliche Rahmen geschaffen. Wirklichkeit und in der Wirtschaftsordnung fixiertes Recht stimmen in der Realität oft nicht überein.

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