VWL02

Ziele der sektoralen Strukturpolitik

Sektorale Strukturpolitik = Umverteilung in primären, sekundären, tertiären Sektor

- Erhaltungsziel (sollte nur in Ausnahmefällen verfolgt werden): nicht mehr wettbewerbsfähige Wirtschaftszweige werden durch staatliche Maßnahmen erhalten. –> der technische Fortschritt und die wirtschaftliche Entwicklung wird dadurch gehemmt.

Es werden dadurch jedoch auch politische Ziele verfolgt wie Einkommenssicherung bestimmter Bevölkerungsgruppen (z.B. Landwirte) oder Sicherung des sozialen Friedens durch Erhalt von Arbeitsplätzen

- Anpassungsziel: Würde man den Strukturwandel allein den freien Marktkräften überlassen, könnte das zu erheblichen wirtschaftlichen Verwerfungen und sozialen Umwälzungen führen.

Ganze Wirtschaftszweige und Regionen wären vom wirtschaftlichen Niedergang und von rapide ansteigender Arbeitslosigkeit betroffen. Um solche Entwicklungen zu verhindern, erleichtert der Staat der Wirtschaft mit gezielten, zeitlich befristeten Hürden die Anpassung an die geänderten Wirtschaftsbedingungen. Der technische Fortschritt wird dabei prinzipiell nicht behindert, sondern nur in geordnete Bahnen gelenkt.

- Entwicklungsziel: Der Staat unterstützt den technischen Fortschritt, indem er die Entwicklung zukunftsorientierter Technologien in den für das Wachstum wichtigen Wirtschaftszweigen fördert. Der Schwerpunkt dieser Förderung liegt auf der finanziellen Beteiligung an Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.

Instrumente zur Realisierung:

  • Gewährung von Subventionen
  • Einräumungen von Steuervergünstigungen
  • Einführung von Einfuhrzöllen
  • Bevorzugung bestimmter Wirtschaftszweige
  • Garantie von Mindestpreisen
  • Zahlung von Umschulungs- und Fortbildungsbeihilfen

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