Kognitions- und Emotionspsychologie II

2.3 Gibsons ökologische Wahrnehmungstheorie
 
Eigenbewegungen des Wahrnehmenden

Eigenbewegungen des Wahrnehmenden
 
→ optische Anordnung umgibt den Betrachter in allen Richtungen.
→ die Eigenbewegungen des Betrachters erzeugen daher charakteristische Änderungen der optischen Anordnung, die über die Umgebung informieren.
→ bei Eigenbewegung des Betrachters gehen einige Raumwinkel außer Sicht, während andere in Sicht treten
 
 
Bei einer Bewegung von links nach rechts wächst z.b. der durch die Wand ausgefüllte Raumwinkel innerhalb der optischen Anordnung von Standpunkt des Betrachters aus. Andere Raumwinkel an den seiten der optischen Anordnung (z.B. Tisch) verschwinden hingegen aus dem Sichtfeld. Die Kacheln am Boden (als Texturelemente) scheinen in Abhängigkeit von der Entfernung der Gegenstände vom Betrachter zunehmen dichter gepackt.
 
Viele bewegungsbedingte Veränderungen der optischen Anordnung sind umkehrbar oder "reversibel"
Bei Umkehrung der Eigenbewegung tauchen vormals verschwundene Raumwinkel wieder auf und vormals gewachsene Raumwinkel schrumpfen auf ihre ursrpüngliche Größe zurück
 
In der natürlichen Umgebung sind nicht alle Veränderungen reversibel. Veränderungen, wie das Vergehen (von Rauch), das Platzen oder Zerbrechen (von Gegenständen) sind aber ebenfalls eindeutig als eben diese Vorgänge zu erkennen, gerade weil sie irreversibel sind und sich diese Ereignisse daher deutlich von reversiblen Ereignissen unterscheiden

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