Kognitions- und Emotionspsychologie II

Kapitel 3

3.3 Erste Begriffe der Sinnesphysiologie
 
Transduktion

Dass Neurone über elektrische Aktivität und bestenfalls chemische Sensibilität kommunizieren, bedeuted für die Sinnesorgane eine Übersetzungsaufgabe.
Wenn die Neurone nur elektrische Aktivität, also Nervenimpulse, verwenden, dann müssen viele physikalische Reize durch Transduktion in den Sinnesorganen in die Nervenimpulse übersetzt werden.
 
Transduktion im Auge:
beruht auf der Veränderung der elektrischen Eigenschaften von Zellen der lichtempfindlichen Retina.
Dort wird das Licht zum Teil durch lichtempfindliche Zellen absorbiert. Das führt zu einer Veränderung des elektrischen Potentials dieser Zellen und zur Auslösung der Fortleitung elektrischer Energie an nachfolgende Zellen, in Zwischenschritten, über Umschalt- oder Relaisstrukturen bis zur Großhirnrinde
 
Transduktion im Ohr:
Transduktion beruht auf den Haarzellen. Die Haarzellen liegen in einer Flüssigkeit, der Endolymphe, innerhalb der Hörschnecke. Die Hörschnecke ist so gestaltet, dass ein akustischer Reiz, also eine Luftschwingung, die Endolymphe bewegt.
In der Folge werden die Stereozilien, winzig dünne Fortsätze der Haarzellen, die den Haarzellen ihren Namen geben, gebogen.
Durch diese Biegung der Stereozilien lösen die Haarzellen Nervenimpulse aus, die ebenfalls in Zwischenschritten bis in die Großhirnrinde gelangen.

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