Kognitions- und Emotionspsychologie II

Kapitel 4

4.3 Hirnphysiologische Methoden
 
Elektrophysiologie

wichtigste hirnphysiologische Methoden:
elektrophysische Gehirnaktivitätsmessungen
  • Neuronale Ableitungen
  • Elektronenenzephalogramm (EEG)

Beide Methoden haben eine hohe zeitliche Auflösung und erlauben tausende von Messungen pro Sekunde.
Die Methoden sind wichtig, weil es nachweislich kausale Zusammenhänge zwischen neuronaler elektrischer Aktivität (als Ursache) und Empfindungen (als deren Konsequenz) gibt.
 
Wilder Penfield:
stimiulierte den menschlichen Neocortex mit eletrischem Strom (als Teil der prä-operativen Diagnostik bei Epileptikern)
In Antwort auf die Stimulation berichteten Patienten subjektive Empfindungen, wie z.B. lange vergessene Erinnerungen.
 
Ableitung an Neuronen:
invasive Methode > die Elektrode wird in das Gehirngewebe eingeführt
Populäre AVs:
- neuronale Feuerrate (Zahl der  Aktionspotentiale eines Neurons pro Zeiteinheit);
- Synchronisation neuronaler Aktivität
- Stärke prä- und postsynaptischer Potentiale

Robuste Zusammenhänge bestehen z.B. zwischen der Feuerrate von Neuronen im medialen Temporalcortex (Area MT) des Rhesusaffen und der Richtung wahrgenommener visueller Bewegung.
 
EEG:
nicht-invasives Verfahren (Elektroden werden außen auf der Kopfhaut appliziert)
 
geringere räumliche Auflösung
 
Populäre AVs:
- ereigniskorrelierte Potentiale (EKP)
- Power-Spektren von Frequenzbändern

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