Kognitions- und Emotionspsychologie II

Kapitel 4

4.5 Verhalten und Verhaltensbeobachtung
 
Das Hinweisreizparadigma - Erkenntnisse

Annahmen wurden bestätigt!
 
Pfeile, die häufiger die richtige als die falsche Zielreizposition anzeigen, führen zum vorhergesgaten Leistungsmuster: Nutzen in validen und Kosten in nicht-validen Bedingungen.
 
Offenes Blickverhalten kommt als Erklärung dieser Hinweisreizeffekte nicht in Frage: Die Intervalle zwischen Hinweis- und Zielreiz sind zu kurz, als dass eine erfolgreiche Blickbewegung zum Zielreiz während des Intervalls möglich wäre.
 
Experimente im Hinweisreizparadigma: Beispiel für die Verwendungsart von Verhalten als Vehikel für Wahrnehmungsurteile:
Das Erkennen oder Unterscheiden von Zielreizmerkmalen  (zB Zielreizform als rund oder eckig) erfolgt nämlich durch das Drücken vereinbarter Tasten (zB rechte Taste für runde und linke Taste für eckige Zielreize)
→ Hinweisreizeffekt zeigt sich dabei vornehmlich in der Reaktionsgeschwindigkeit: schnellere Reaktionen in validen als in neutralen & nicht-validen Bedingungen.
→ Hinweisreizeffekt zeigt sich meist weniger in Fehlerraten. Bei herabgesetzter Wahrnehmbarkeit d. Zielreize (geringere Zielreizhelligkeit oder -dauer) kann der Reaktionseffekt aber in einen Fehlereffekt überführt werden: geringere Fehlerraten in validen als in nicht-validen Bedingungen.

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