Kognitions- und Emotionspsychologie II


6.1 Der Aufbau der Retina
 
Photorezeptoren, Ganglienzellen und rezeptive Felder

Grund für Blickbewegungen:
nur in der Fovea erlauben die Abbildungen ein wirklich scharfes und optimales Farbsehen.
Blickbewegungen dienen der Fokussierung von Objekten durch die Fovea.
 
Zapfen:
  • liegen in der Fovea in größter Dichte vor
  • tragen zum Farbsehen bei, denn sie sind differentiell farbempfindlich für unterschiedliche Teile des Lichtspekturms
  • hohe räumliche Auflösung
  • Projektionen weniger Zapfen konvergieren auf einzelne retinale Ganglienzellen, welche die Ausgangssignale der Retina liefern: Aktivität wird zum ZNS weitergeleitet
    → aufgrund geringer Konvergenzen haben diese Ganglienzellen eine hohe räumliche Auflösung (= kleinste unterscheidbare räumliche Details) und kleine rezeptive Felder (RF= Bereich der Umwelt für den ein Rezeptor oder Neuron sensibel ist)
  • Ganglienzellen der Zapfen geben präzise räumliche Details an das ZNS weiter: haben ein bestimmtes post-retinales Projektionsgebiet in den parvozellulären Schichten (P-Schichten) des LGN und in V1 (primärer Sehcortex)
 
Stäbchen:
  • im parafovealen Bereich und peripheren retinalen Bereichen mehrheitlich Stäbchen
  • konvergieren zu hunderten auf einzelne retinale Ganglienzellen
  • räumliche Auflösung dadurch geringer (als bei Zapfen)
  • Helligkeitsempfindlichkeit höher als bei Zapfen
    die Absorption weniger Photonen genügt um eine Ganglienzelle zu aktivieren
  • durch Stäbchen aktivierte Ganglienzellen geben Info bevorzugt an bestimmte post-retinale Gehirnstrukturen weiter: magnozelluläre Schichten (M-Schichten) des LGN

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