Kognitions- und Emotionspsychologie II

6.5 Visuelle Verarbeitung im Cortex
 
Kortikale visuelle Merkmalskarten

Architektur von frühen visuellen Arealen entspricht weitgehend für Merkmale seperierten und retinotopen Verarbeitung. Im Zuge der Verarbeitung werden die Merkmale integriert.
 
Merkmalsintegrationstheorie & Salienztheorie:
Vermutung, dass frühe kortikale visuelle Verarbeitung für die Ausrichtung der Aufmerksamkeit verantwortlich sein könnte.
Verarbeitung und Integration von Kontrast, Farbe und Form wird in verschiedenen Arealen des visuellen Cortex fortgesetzt, die mit V1 verbunden sind.
zB V2 (Luminanz- und Farbverarbeitung)
V4 (Kontrast- und Aufmerksamkeitseffekte)
Projektionsgebierte im Infero-Temporalcortex (IT) (zB Objektsehen, Gesichtersehen)
 
neue Theorien:
Betonung, dass die Merkmale der Aufmerksamkeitssteuerung nicht identisch mit den Merkmalen der frühen visuell-kortikalen Areale sind.
Arbeiten zeigen, dass komplexe Reize (säuerlich schauende Gesichter) die Aufmerksamkeit unwillkürlich anziehen könnten.
Diese Leistungen können nicht auf der Verarbeitung in V1 beruhen. 
 
Vermutung: im Sinne eines "gewichteten Wettbewerbs" ist zwischen Objekten, Merkmalen oder Orten eine Vielzahl unterschiedlicher neuronaler Strukturen und Gehirnareale an der Selektion von visueller Information beteiligt.

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