Kognitions- und Emotionspsychologie II

Kapitel 9

9.1 Psychoakustik
 
Erste Begriffe

Psychoakustik: ist der spezielle Teil der Psychophysik, der sich mit dem auditiven Sinn oder Hörsinn befasst
 
Der Hörsinn liefert eine auditive Repräsentation unserer Umwelt!
 
Untersuchungsgegenstand:
Wie werden Ereignisse gehört, im Gehirn verarbeitet und im Gedächtnis gespeichert, damit verschiedene Töne, Klänge, Geräusche und Laute wahrgenommen, identifiziert oder voneinander unterschieden werden können?
 
Reizseite: durch Ereignisse (zB vorbeifahrendes Auto) werden die Luftmoleküle in Schwung gesetzt.
Diese Schwingungen weren Schall genannt. (In Vakuum entsteht kein Schall)
 
Art der Schwingungen:
Was wir hören hängt von der Art der Schwingung ab - Unterscheidung nach  Amplituden und Frequenzen
  • Hohe Töne: höhere Schwingungszahlen pro Zeiteinheit → höhere Frequenzen als tiefe Töne
  • Laute Töne: stärkere Schwingungen
    → höhere Schwingungsamplituden als leisere Töne
 
Allgemein:
Menschliches Ohr ist für Frequenzen zwischen 20 und 20.000 Hertz (Hz) empfindlich (entspricht 20-20.000 Schwingungen pro Sekunde).
Auditives System verfügt über eine hohe zeitliche Auflösung um die Frequenzen unterscheiden zu können (sonst keine unterschiedlichen Tonhöhenempfindungen)
 
Unterscheidung Repräsentation - Empfindung:
Tonhöhe illustriert eine Empfindung
Setzt zwar die zeitl. Auflösung des akustischen Reizes voraus, aber die Empfindung der Tonhöhe hat keine offensichtliche Ähnlichkeit mit dem auslösenden Reizereigniss! Unterschiedliche Tonhöhen werden nicht als unterschiedliche Zeitdauern (Schwingungsdauern) oder Ereignismengen pro Zeiteinheit (Schwingungen pro Sekunde) empfunden!
 
Bis heute ist nicht geklärt arum sich Tonhöhenempfindungen von den zeitlichen Merkmalen des akustischen Reizes unterscheiden!

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