Kognitions- und Emotionspsychologie II

9.2 Auditives System

Allgemein

Aufnahme des Schalls über das Ohr als peripheres Sinnesorgan
 
Vorgang:
Eingang
Ohrmuschel: rechts und links an der Außenseite des Kopfes; bestehen aus fleischigen Trichtern, die die äußeren Endungen der Hörkanäle bilden;
Ohrmuscheln variieren inter-individuell und dadurch unterscheiden sich Menschen in Bezug auf ihr Hörpräsentationen & -empfindungen.

Grund für Unterschiede der Hörempfindung (zB bei Verdrehen der Ohrmuschel):
Veränderung der Frequenzspektrem oder -bänder in Abhängigkeit von der Ohrmuschelform.
Ohrmuschel wirkt wie ein Filter: Je nach Muschelform werden einzelne Frequenzen des akustischen Reizes gedämpft oder gefiltert.
 
Außenohr: erste Lokalisation des distalen Reizes;
Durch die Form der Ohrmuschel weisen verschiedene Richtungen des Schalleinfalls Unterschiede in ihrer Frequenzverteilung auf.
 
Trommelfell: dünne Membran, die den Schall nah an die Hörknöchelchen leitet;
Durch den Druck des Schalls werden Schwingungen von den drei anatomischen Konchenteilen (Hammer, Amboß, Steigbügel) in das Innenohr geleitet
 
Hammer, Amboß, Steigbügel: Weiterleitung und verstärkung des Schalls zur Transduktion (Umwandlung in Nervenimpuls)
 
Hörschnecke (Cochlea): flüssigkeitsgefülltes System, in das Haarzellen heinragen, die auf Veränderungen des Flüssigkeitsdrucks reagieren & den Hörnerv entsprechend der Stärke ihrer Scherung (Biegung) innervieren
 
Hörnerv: leitet den Nervenimpuls in die auditive Rinde des Cortex (oberer Temporallappen) weiter
 
⇒ Resultat: auditive Empfindungen und Repräsentationen in akustischen Reizen in Form von Geräuschen und Tönen.
 
Hören als Wiedererkennen von distalen akustischen Reizen beruht somit auf den durch Schallunterschiede erzeugten Reaktionsmustern einer Gruppe von mechanisch gereizten Haarzellen und des im Gehirn erfolgenden Vergleiches des Nervenimpulsmustern mit den gespeicherten Mustern.
 

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