Kognitions- und Emotionspsychologie II

Kapitel 9

9.2 Auditives Sytsem

Richtung und Entfernung
 
Duplex-Theorie

John William Strutt, Baron von Raylight (1842-1919):
Duplex-Theorie
Laufzeitdifferenzen sind vor allem für die Lokalisation der niederfrequenten Tönen verantwortlich.
Amplitudendifferenzen sind vor allem für die Lokalisation von hochfrequenten Tönen verantwortlich.
 
Kleine interaurale Amplitudendifferenzen werden nur bei hochfrequenten Tönen durch den "Kopfschatten"  (amplitudendämpfende Wirkung des Kopfes) für den Schall prononciert.
 
Die Wellenlänge von niederfrequenten Tönen (unter ca 1.500 Hz) ist so groß, dass die Welle um den Kopf herumreicht und die Amplitudendifferenz daher nicht durch den dämpfenden Kopfschatten vergrößert wird.
 
Lokalisation von niederfrequenten Schwingungen profitiert aber von der interauralen Phasendifferenz (interauraler Unterschied der Amplitude ein und derselben Schwingung).
 

Diskussion