Theorien

Befunde der Intelligenzforschung

> Geschlechtsunterschiede: 
IQ von Männern und Frauen ist gleich - weil Tests so konstruiert werden
-> eigtl. geringe Unterschiede in spezifischen Fähigkeiten
 - Männer in mentalen Rotationen besser
 - Frauen in verbalen Fähigkeiten
 
> Intelligenzentwicklung über Lebensspanne
- Frühere Befunde: Anstieg bis 20J, dann konstanter Verlauf für 5-10 Jahre, dann Absinken, heute: Befunde wegen Kohortenunterschieden in Untersuchung
- heute: aus Längsschnittstudien Abnehmen der fluiden aber Zunahme der kristallinen Intelligenz -> stabiles Niveau der Intelligenz
- Stabilität steigt mit Alter
- Verbesserung durch Trainings, Effekt verschwindet aber nach der Zeit wieder
 
> Intelligenz als Prädikator für Schulerfolg
- Intelligenz ist bester Prädikator, Korrelation von .50
- mit steigendem Ausbildungsniveau sinkt Zusammenhang wegen sinkender Varianz durch Dropout -> höhere Bildung mehr von Wissen als der Intelligenz abhängig
- Schwelleneffekt: Intelligenzschwellen für erfolgreiche Ausübung bestimmter Berufe
 
> Intelligenz als Prädikator für beruflichen Erfolg
- Operationalisierungen: Einkommen, Bewertung von Vorgesetzten, Arbeitsmenge, Arbeitsqualität
- Korrelationen zwischen .40 und .60
- zentrale Fähigkeit: Anpassungsfähigkeit an sich laufend verändernde Bedingungen
 
> Flynn Effekt
- gemessener IQ steigt von Dekade zu Dekade
- Steigerung der fluiden Intelligenz noch höher
- Erklärungen: Testvertrautheit, soziologische Bedingungen (komplexere Umwelt), Ernährung, stabilere Verhältnisse, Bildungsniveau
-> Tests müssen ständig angepasst werden

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