Kirchler: Arbeits- & Organisationspsychologie

3/3 Prozesstheorien

Prädezisionale Phase - Wählen: Erweitertes kognitives Motivationsmodell - Einführung 

Heckhausen:  postuliert ein erweitertes Motivationsmodell und

berücksichtigt zusätzlich zu den Variablen im Modell von Vroom die Situation, in der eine Entscheidung getroffen wird (4 verschiedene Formen der Erwartung & 3 verschiedene Valenzen).

Das Modell ist in vier Ereignis-Stadien gegliedert:

  • Die Situation: Situations-Ergebnis-Erwartungen beziehen sich auf die subjektive Wahrscheinlichkeit, mit der sich in einer Situation ohne eigenes Zutun ein Ergebnis einstellt. S-E-Erwartungen beziehen sich auf die bedingte Grundwahrscheinlichkeit zukünftiger Ergebnisse.

  • Die Handlung: Handlungs-Ergebnis-Erwartungen beziehen sich auf die subjektive Wahrscheinlichkeit, mit der eigenen Handlungen zu einem bestimmten Ergebnis führen.

  • Das Ergebnis: Handlungs-bei-Situation-Ergebnis-Erwartungen beziehen sich auf die subjektive Wahrscheinlichkeit, mit der situative Bedingungen die Kontingenz zw. Handlung und einem Ergebnis bedingen. Eine bestimmte Situation kann zu hoher oder geringer Erwartung führen, dass eine Handlung ein bestimmtes Ergebnis zur Folge hat.

  • Die Folgen: Ergebnis-Folge-Erwartungen beziehen sich auf die Erwartung, dass ein bestimmtes Handlungsergebnis bestimmte Folgen nach sich zieht. Dies entspricht der Instrumentalität im Konzept von Vroom.

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