MM5 - Bildung

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Kulturelle Einflüsse auf Makroebene

Kulturelle Einflüsse (auf allen Ebenen)
= Einstellungen, Überzeugungen, Werte, Normen, Handlungsmuster, strukturelle Merkmale
 
  • Kultur wird als Voraussetzung & Ergebnis menschlichen Handelns aufgefasst
  • Kulturpsychologie im Sinne Eckensbergers: Perspektive des selbstreflexiv, intentional + historisch-sozial situiert handelnden Menschen

  • Kultur & Psyche konstituieren sich wechselseitig
    -> En-Kulturation = Bildung ist dafür entscheidend

  • kulturelle Einflüsse unterliegen:
    • Organisationsgrad des Bildungssystems
    • Länge der Pflichtschulzeit
    • Anzahl der Jahre für Primar- & Sekundarbereich
    • Unterrichtsgestaltung
    • Rolle des Lernens in persönlichen Entwicklung
  • Unterscheidung euro-amerikanischer vs. ostasiatischer Lerntyp
    • euro-amerikanischen Kulturraum:
      Lernen als Prozess, in dem Individuen Wissen erwerben, welches von außen (z. B. durch Lehrpersonen) bereitgestellt wird. Erleichterung/Erschwerung: kognitive Fähigkeiten des Lernenden + motivationale Ausprägungen (Neugier, Interesse)
    • ostasiatischer Kulturraum:
      Lernprozess = direkt mit den persönlichen Beziehungen des Lernenden zu den Wissensbeständen verknüpft
      Lernen = mehr als Aneignen externen Wissens, vielmehr umfasst es soziale + moralische Dimensionen & erfüllt den Zweck der Selbstkultivierung & Selbstperfektion
      -> Kulturelle Unterschiede in Ergebnisse von Lernprozessen, ob Leistungen von Einzelnen vs. Leistung von Gruppen fokussiert + gezielt gefördert werden
  • Kultur wirkt sich aus auf
    • Strukturen des Bildungssystems
    • Einstellungen + Überzeugungen von Akteuren
    • bei Schülern Unterschiede in Leistungsmotivation, Attributionsmustern + Anwendung von Lernstrategien
    • Ostasien: Misserfolg = mangelnde Anstrengung
      vs. Euro-Amerika: Misserfolg = mangelnde Begabung

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