Nennen sie die drei großen Probleme bei der Ermittlung der Lebenshaltungskosten.

1. Substitutionsverzerrungen: Sie treten auf, wenn Konsumenten ein teuer gewordenes Gut durch
ein anderes, günstigeres Gut ersetzt wird. Steigt somit der Preis für ein Pfund Butter an, fangen die
Konsumenten an dieses Gut durch ein günstigeres, in diesem Fall Margarine zu ersetzen (Substitutive
Güter) . Butter befindet sich jedoch immer noch im Warenkorb. Der VPI zeigt den Preisanstieg an,
jedoch real existiert er nicht, da Butter in geringerem Maße konsumiert wird.

2. Einführung neuer Güter: Die feste Struktur des Warenkorbes führt dazu, dass neue Güter nicht
sofort in den Warenkorb mit einbezogen werden. Tablet PCs wurden im Warenkorb von 2005 nicht
berücksichtigt. Konsumiert wurden sie jedoch in den darauffolgenden Jahren. Das geänderte
Konsumverhalten wird im VPI nicht abgebildet.

3. Qualitätsänderungen: Trotz dem Versuch Qualitätskonstante Güter einzusetzen ist dies nicht
immer möglich. Sinkt die Qualität eines Gutes reagiert darauf die Nachfrage. Der Konsum sinkt.
Jedoch befindet sich das Gut weiterhin im Warenkorb. Die Inflation wird somit überschätzt. Steigt
die Qualität wird mehr konsumiert. Die Inflation wird unterschätzt.

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