Das politische System Deutschlands - WS17/18

VL9: Stelle den ökkonomischen Ansatz zu Wahlverhaltenstheorien dar. Welche Modellannahmen hat er?

  • Parteien und Wähler betreiben Nutzenmaximierung
  • Geht zurück auf Downs (1957), der PARTEIENverhalten(!) erklärt „An Economic Theory of Democracy“ Deutsch 1968: „Ökonomische Theorie der Demokratie“
  • Wähler betreiben Nutzenkalkulation über Issues: Abstand zur nächsten Partei entscheidet Wahl
  • Gemeinsamer ideologischer Raum zwischen Parteien und Wähler: Links-Rechts-Schema
  • Wahlparadoxon: Wahl von chancenlosen Parteien nicht erklärbar; Wahl nur bei entscheidender Stimmer sinnvoll
 
Modellannahmen:
  • Menschenbild: homo oeconomicus („orthodoxe“ Variante)
  • Bürger/Wähler = Verbraucher
  • Ziel: Nutzen maximieren
  • Parteien = Unternehmen
    • Ziel: Ämtererwerb/Machterhalt
    • Programme, um Wahlen zu gewinnen – nicht: Wahlen gewinnen, um Politik zu machen -> Parteien werden als Vote-Seeker (und z.T. als Office-Seeker) analysiert
  • Politischer Markt, Tauschsystem zwischen Parteien und Wählern
  • Stimmen gegen Leistungen der zukünftigen Regierung
 
Der Ansatz lässt sich etwa so schematisieren:

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