WS2016/17 Lernen & Denken

Wie funktioniert die „Dissoziationslogik“ in Studien zum impliziten Lernen?

 Ein Prozess ist dann unbewusst, wenn ...(a) ... eine Reizwirkung mit einem indirekten Test im Verhalten nachweisbar ist, während ...(b) ... direkte Tests (z.B. Interview oder Wiedererkennens-Tests) keinen Effekt zeigenDissoziation zwischen direktem und indirektem Test  Impliziter Test→Expliziter Test↓Lerneffekt messbar: JaLerneffekt messbar: Nein Lerneffekt messbar: JaAssoziation: Lernen (typisch)Dissoziation: untypischer FallLerneffekt messbar: NeinDissoziation → implizites Lernen?Assoziation: kein Lernen Dissoziation1. Indirekter Verhaltenstest zeigt Lernen, aber direkter Test nicht → implizites, „unbewusstes“ Lernen2. Indirekter Test zeigt kein Lernen, aber direkter Test zeigt Lernen [diese Dissoziation wird empirisch normalerweise nicht gefunden]Assoziation3. Sowohl direkter als auch indirekter Test zeigt Lernen [typischer Fall!]4. Weder direkter noch indirekter Test zeigt Lernen Bsp. Lernen künstlicher Grammatiken Testphase1. Indirektes Lernmaß: Neue Folgen klassifizieren, ob sie „regulär“ sind (ja vs. nein) 65% korrekte Klassifikationen (Zufall = 50%) (Daten von Reber, 1967, Expt2)2. Direktes Lernmaß: Pbn sollen explizit begründen, wie sie ihre Wahl getroffen haben, aber viele konnten Regeln nicht spezifizieren (Klassifikation war „intuitiv“)→ Dissoziation zwischen indirekten und direkten Lernmaß! 

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