WS2016/17 Lernen & Denken

Was ist das Informationskriterium und das Sensitivitätskriterium bei der Bewertung von Dissoziationen zwischen direkten und indirekten Lerntests?

Zwei Kriterien zur Bewertung von Dissoziationen zwischen direkten und indirekten Tests (Shanks & St. John, 1994)1. Sensitivitätskriterium-> gemäß dieses Kriteriums müssen direkte Test genauso sensitiv (messgenau) sein wie indirekte Tests, sonst kann es zu Fehlklassifikationen von Lernern kommen(Messung des unbewussten Lernens wäre kontaminiert) ->Fortschritt in der MessmethodologieDie empirischen Probleme bei diesem Kriterium haben dazu geführt, dass bessere direkte Testverfahren entwickelt worden sind (Vorhersage- oder Wiedererkennentests sind sensitiver als freie Interviews) -> können bewusstes Wissen aufdecken Dissoziationen zwischen direkten und indirekten Maßen lassen sich auch mit sehr sensitiven direkten Maßen nachweisen, bei denen das bewusste Wissen nicht nura)unterhalb einer subjektiven Schwelle liegt (d.h. kein Metawissen vorhanden ist), sondern auch,b)wenn es unterhalb einer objektiven Schwelle liegt2. InformationskriteriumWird im direkten Test nach der Information gefragt, die der Leistung im indirekten Test zugrunde liegt? Wichtig ist, dass die Tests auch auf das Lernen der genau gleichen Information abzielen.Die Erfüllung des Informationskriteriums ist schwer zu bewerten, da in der Regel nicht davon auszugehen ist, dass ein direkter Test alles bewusste Wissen „erschöpfend“ misst

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