WS2016/17 Lernen & Denken

Was versteht man unter „Verlust-Aversion“?

Menschen vermeiden vor allem Verluste, weil ein kleiner Verlust als aversiver erlebt wird als die gleiche Summe als kleiner Gewinn positiv wäre Als Verlustaversion – loss aversion – bezeichnet man in der Psychologie die Tendenz von Menschen, Verluste höher zu gewichten als Gewinne. Die Verlustaversion ist ein Bestandteil der Prospect Theory von Kahneman und Tversky, die behauptet, dass sich Individuen in Entscheidungssituationen irrational verhalten, wenn Unsicherheiten eine Rolle spielen. (Stangl, 2018).Beispiel: Gewinnen jemand mit Aktie A 1000 Euro an der Börse und verliert anschließend 1000 Euro mit Aktie B, dann ist der Ärger über den Verlust größer als die Freude über den Gewinn. Es ist im Durchschnitt ein Plus von 2000 Euro nötig, um ein Minus von 1000 Euro gefühlsmäßig aufzuwiegen.

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