Konflikte: Prävention und Intervention T2

Konflikte: Prävention und Intervention, Konfliktarten

Beziehungskonflikt

Innen:
  • Nähe vs Distanz
Soziale:
  • Destruktive Führung
 
In Beziehungskonflikten prallen Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Verhaltensweisen aufeinander. Oft entsteht eine grundsätzliche Abneigung aufgrund starker Unterschiedlichkeit, die zu Unverständnis führt. Wenn es in  einer ehemals guten Beziehung massive Verletzungen gegeben hat, bleiben ebenfalls schwelende Konflikte zurück. Da Gegensätze sich zunächst bekanntermaßen anziehen, schließt das eine das andere nicht aus. Zum Konflikt werden gestörte Beziehungen, wenn sich die Personen nicht ausweichen können, weil sie im Team oder an Schnittstellen zusammenarbeiten müssen. Häufig ist die Kommunikation an der Stelle nicht so flüssig, wie sie sein müsste oder es wird über jede Kleinigkeit diskutiert. Manchmal bleibt nach Enttäuschungen ein ständig schwelendes Misstrauen zurück, das die Zusammenarbeit erschwert. Beziehungskonflikte äußern sich auch häufig in Beschwerden übereinander bei Kollegen und Vorgesetzten. Auf jeden Fall reden die Betreffenden mehr übereinander als miteinander. Auch das Verhältnis zwischen Mitarbeitern und ihren Vorgesetzten ist oft angespannt und von Missverständnissen geprägt. Ein wichtiger Grund: Beide Seiten hegen Vorurteile und nehmen nur solche Informationen wahr, die in ihr bereits bestehendes, negatives Bild von der jeweils anderen Seite passen. Selektiv wahrzunehmen ist ein natürlicher unbewusster Vorgang. Im Konfliktfall müssen wir uns aktiv und bewusst dagegen stemmen, um zu verhindern, dass (Vor-)urteile weiter zementiert werden. Außerdem: Je massiver der Konflikt, desto stärker die damit verbundenen Gefühle, zum Beispiel Verunsicherung, Angst, Wut oder Verachtung. Ein Teufelskreis, aus dem es auszubrechen gilt.

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