Dimensionen von Gesundheit

Wieso war Christoph Hufeland bedeutend für die Gesundheitsgeschichte? 

  • Zweck der Medizin: Gesundheit (Vitalismus)  Mittel der Medizin nicht nur darauf richten, verlorene Gesundheit wiederherzustellen
  • Ging von einer angeborenen Lebenskraft aus 
    • eine Art Selbsterhaltungstrieb des Organismus
    • plädierte für die Nutzung der Heilkräfte der Natur
  • „Langlebigkeitstheorie“ mit dem Anliegen der Gesundheitspflege (Ernährungslehre, Lebensstilhinweise)
    • neben der angeborenen Lebenskraft hängt die Dauer des Lebens auch vom „Kräfteverbrauch“ und von den Möglichkeiten ab, diesen auszugleichen
    • Faktoren sind persönliche Gesundheitsfürsorge auch mithilfe der Heilkraft der Natur (Akupunktur, Wasserheilkunde, Schutzimpfungen), aber auch staatliche Gesundheitspolitik
    • Unterscheidung zwischen Gesundheitsfreunde und Gesundheitsfeinde:
      • Freunde: frische Luft und Bewegung, gesunder Schlaf, Freuden des Essens und Liebe
      • Feinde: Verzärtelung/Verwöhnung in der Erziehung, Überreizung, Ausschweifungen, und Völlerei, Krankheiten, Untätigkeit und Überlastung
    • War für strengere Hygienegesetze, Pockenschutzimpfungen, eine soziale Krankenversicherung und eine Gesundheitssorge in öffentlichen Schulen und 1810 ließ er die erste Poliklinik für Arme in Berlin errichten
      • „Vorbeugen ist besser als Heilen!“
      • Wenn Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen krankmachend, dann bringt auch ein guter Arzt nichts
      • Adipositas, übermäßiger Reichtum – bitterste Armut, Zusammenleben in großen Städten verkürzt Leben

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