Angewandte biometrische Systeme

Welche Vorteile bieten multibiometrische Ansätze?

  • Erhöhung der Matching-Genauigkeit durch die Überprüfung mehrerer biometrischer Merkmale.
  • Adressierung des Problems der Nicht-Universalität. Wenn der Fingerabdruck nicht erfasst werden kann, weil der Finger zu trocken ist, kann zB die Iris gescannt werden. Das bringt ein gewisses Maß an Flexibilität mit sich. 
  • Kann das Filtern oder Indizieren einer großen Datenbank erleichtern. Bsp: In einem bimodalen System von Gesicht und Fingerabdruck kann die erste Filterung nach Gesicht durchgeführt werden, so dass die Anzahl der möglichen Übereinstimmungen reduziert wird.
  • Spoofing wird sehr schwierig, fast unmöglich. Indem man den Benutzer nach einem zufälligen Merkmal zum Zeitpunkt der Erfassung fragt, wird es noch schwieriger zu betrügen. Aber auch unibiometrische Systeme können die Erfassung verbessern ("zweimal zwinkern", "bitte sagen Sie 1-2-5-7" usw.).
  • Wenn eine Aufnahme verrauscht oder qualitativ nicht ausreichend ist, kann das System nach einer anderen biometrischen Eigenschaft fragen. Dies ist besonders wichtig an Orten mit ungünstigen Bedingungen (Umgebungsgeräusche). Die automatische Einschätzung der Qualität einer Aufnahme ist jedoch noch immer schwierig einzuschätzen.
  • Ein multibiometrisches System kann als fehlertolerantes System angesehen werden, das auch bei Fehlfunktionen eines Sensors weiterarbeitet. Dies ist wichtig für Authentifizierungssysteme mit einer großen Anzahl von zu überprüfenden Subjekten (z.B. bei einer Grenzkontrolle).

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