01_NeuoTh_Text_Grundlagen und Empirie der Neuropsychologie

Empfehlungen für die Vermittlung von Kompensationsstrategien.

  • Höhere Akzeptanz bei einfachen, ökonomischen und bequemen Strategien angewendet werden können. Der Nutzen muss unmittelbar erkennbar sein.
  • Bei schweren (kognitiven) Defiziten: externe Kompensation besser als interne,
  • Erschwerte Vermittung von Strategien bei störungen exekutiver Funktionen oder andere kognitive Defizite
  • Sehr schwere Defizite können häufig von den Betroffenen nicht aktiv ausgeglichen werden. → Umfeld instruieren
  • Die Vermittlung von Kompensationshilfen und -strategien gelingt besser bei Personen, die ihre Stärken und Schwächen genau kennen.
  • Schlechterer Einsatz von Kompensationsstrategien, wenn immer Hilfe verfügbar ist.
  • Einführung, Erklärung und Üben der Strategien sit wichtig, v.a. bei internen Techniken
  • Komplexe Kompensationsstrategien (z. B. Einsatz
    eines elektronischen Adressbuchs) können hirngeschädigten
    Patienten oft nur schrittweise vermittelt werden.
  • Da eine vollständige Kompensation oft nicht möglich ist, müssen Erwartungen von Patient und Umfeld gemacht werden.
  • Muss behutsam angesprochen werden da oft noch grosse Hoffnung auf Heilung besteht.
  • Oft mehrere Kompensationsstrategien für ein Defizits nötig.
  • Kompensationsstrategien können auch negative Konsequenzen haben (z. B. Verlust an Eigeninitiative)
  • Grosse Unterschide: Patienten mit guten intellektuellen Fähigkeiten
    entwickeln Strategien von alleine, Patienten mit schweren kognitiven
    Störungen sind überfordert. → Eine Strategie nach der andern vermitteln.
  • Patient erwartet, dass durch Kompensation die Ausfälle vollständige kompensiert werden können. Da dies nicht erfüllt werden kann
    sollte bei der Vermittlung von Kompensationsstrategien auch
    auf die  unerfüllbaren Erwartungen eingegangen werden.

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