01_NeuoTh_Text_Grundlagen und Empirie der Neuropsychologie

Beispiele für Therapeutische Interventionen

Aufmerksamkeitsprozess-Training:
akustische und visuelle Aufgaben zur Stimulation komplexer Aufmerksamkeitsprozesse
 
Gedächtnistagebuchs:
Erstellen und Einüben der Nutzung eines Gedächtnistagebuchs mit Untergliederungen, für die speziellen Bedürfnisse des Patienten
 
Problemstrukturierung: Vermittlung einer Problemlöse-Heuristik, mit der Anforderungssituationen analysiert, Lösungen
generiert und Kontrollen durchgeführt werden können
 
Erinnerungshilfen (Hinweisreize und Erinnerungshilfen): Entwicklung eines externen Gedächtniserinnerungssystems durch elektronische Signalgeber (Uhren, NeuroPage) oder routinemäßige Erinnerungen von Personen
 
Soziales Anpassungstraining: In Rollenspielen und Diskussionen Vermittlung und Training von sozial angemessenen Verhaltensweisen
und Kontrolle aggressiven und impulsiven Verhaltens

Pragmatisches Kommunikationstraining: Entwicklung sowohl verbaler als auch non-verbaler Fähigkeiten zur Verbesserung
der interpersonellen Kommunikation durch Diskussion und Rollenspiele

Unterstützendes Feedback: Positive und negative Rückmeldungen über funktionelle und dysfunktionale Verhaltensweisen und deren Konsequenzen in einem unterstützendem therapeutischen Milieu mittels Video, Therapeuten oder anderer Patienten mit dem Ziel der Verhaltensänderung

Gelenkte Selbstbeobachtung: Selbstbeobachtung in Rollenspielen, Verbalisierung von Zielen, Wünschen und Erwartungen mit Diskussion der vorgebrachten Punkte in therapeutischer Gruppe; Thematisierung der emotionalen Belastung

Geleitete Risiko-Erprobung: Geplante und angeleitete Aktivitäten (z. B. Rückkehr an den Arbeitsplatz, Autofahren), die die Kompetenz des Patienten übersteigen und eine Möglichkeit zum Lernen und zur Realitätsüberprüfung bieten
 
Unterstützte Arbeitserprobungen/unterstütztes selbstständiges Leben: Für einen bestimmten Zeitraum durchgeführte Arbeitserprobungen
oder Erprobung einer selbstständigen Lebensführung mit therapeutischer Unterstützung zur Identifikation
von Kompetenzen und Entwicklung von Strategien zur Verbesserung der Selbstständigkeit

In vivo-Training der Selbstversorgung und Nutzung kommunaler Hilfen: Übung von Aktivitäten des täglichen Lebens (z. B. Nutzung von Hilfssystemen, Einkaufen, Öffentliche Verkehrsmittel

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