M5-E1

E1, TL 1

Mengenkonstanz (Piaget) bzw. Umschüttaufgabe zur Erforschung der Mengenkonstanz

Als Beispiel für die Sicht auf Entwicklung als diskontinuierlich zieht man oft Piagets Invarianzaufgabe zur Einschätzung von Flüssigkeitsmengen heran.  Man zeigt dem Kind zunächst gleiche Mengen an

Flüssigkeit in gleich geformten Glasbehältern, hier zwei

Bechergläsern, und einen leeren, anders geformten

Behälter aus Glas. Dann schaut das Kind zu, wie die Flüssigkeit aus einem der Behälter in den leerenGlasbehälter umgeschüttet wird. Schließlich soll das Kind sagen, ob die Flüssigkeitsmenge dieselbe geblieben ist oder ob sich in einem der Behälter mehr Flüssigkeit befindet. Die meisten jungen Kinder, wie dieses Mädchen, sind unerschütterlich davon überzeugt, dass das schmalere Glas mit der höheren Flüssigkeitssäule mehr Flüssigkeit enthält. Ein, zwei Jahre später sind die Kinder genauso sicher, dass die Flüssigkeitsmenge in beiden Behältern gleich ist. 

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