VU Gesundheitspsychologie

1. Einführung

Biopsychosoziales Modell - allgemein

ab 20 Jhdt: Vorstellung, dass Krankheiten von einem Wechselspiel

biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren verursacht werden 

bei der Entstehung & Verlauf von Krankheiten sind

  • psychische Faktoren wie Emotionen (z. B. chronische Angst, Depression, Trauer) und
  • Kognitionen (z. B. subjektive Theorien über Verhaltensweisen, die zur Genesung beitragen, Erwartungen an den Krankheitsverlauf) sowie
  • sozial-gesellschaftliche Faktoren (z. B. Erwartungen an das Krankheitsverhalten, finanzielle Entlastung in der Versorgung) beteiligt
 
Gesundheit & Krankheit ≠ dichotome Entitäten, sondern Endpunkte eines Kontinuums!!
Auftretenszeitpunkt, Chronizität und die Auswirkungen auf das Funktionieren im Alltag spielen eine wichtige Rolle für Annahmen über die Belastung, die eine Erkrankung mit sich bringt

→ bei gesundem Menschen normal ab & zu an Erkältung zu erkranken, aber häufiges & verlängertes Auftreten gilt als ungesund und behandlungsbedürftig

→ Unterscheidung „gesund / krank“ wird prinzipiell nicht unabhängig vom subjektiven Befinden einer betroffenen Person oder von sozialen und moralischen Werten oder Normen gesehen

Diskussion