VU Gesundheitspsychologie

5. Soziale Unterstützung und Gesundheit

Neuroendokrine Informationsübermittler & die Stationen ihrer Freisetzung - Kortison & Katecholamine

Kortisol:
= Hormon, das vielfach mit physiologischen Stressreaktionen in Verbindung gebracht wird

angemessene Kortisolreaktion: d.h. zunächst eine Erhöhung der Freisetzung unter Stress, die danach durch verschiedene Feedbackmechanismen wieder herunterreguliert wird, erlaubt dem Körper, Vorbereitungen auf einen effektiven Umgang mit einer potenziellen Gefahrensituation zu treffen.
→ Darunter fallen z. B. vermehrte Energiefreisetzung oder Immunreaktionen.
permanent erhöhtem Kortisolniveau: Kosten für den Organismus, die mitunter die Entwicklung von physiologischen, kognitiven und emotionalen Funktionen behindern 

Katecholamine:

Neben einer erhöhten Kortisolausschüttung unter Stress werden auch Katecholamine (Adrenalin und Noradrenalin) vermehrt freigesetzt und  wirken auf periphere (autonome und muskuläre) Parameter.
Solche Reaktionen beinhalten z. B. Konstriktionen der Blutgefäße, eine Erhöhung der Herzschlagfrequenz oder die Zunahme der Hautleitfähigkeit

Uchino und Mitarbeiter: zeigten, dass soziale Unterstützung und soziale Integration über die genannten neuroendokrinen Mechanismen einen positiven Einfluss auf die kardiovaskuläre Regulation unter Stress ausüben. →  In vier unterschiedlichen Studien mit normotonen Teilnehmern (d. h. mit normalem Blutdruck) reduzierte soziale Unterstützung die kardiovaskuläre Reaktivität auf akuten Stress. Dabei traten die stärksten Zusammenhänge bei experimentell manipulierten Unterstützungsbedingungen (vs. naturalistischen Unterstützungskon texten) zutage.

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