VU Gesundheitspsychologie

5. Soziale Unterstützung und Gesundheit

Unterstützung in der Partnerschaft - Intimität

Von der Unterstützungsforschung an Paaren werden unterschiedliche

kritische Lebensereignisse aufgegriffen und untersucht.

Dabei wird allerdings häufig verpasst, eine Systematisierung der intimen Paarbeziehung als Unterstützungsdyade vorzunehmen.

Die experimentelle Hilfeforschung, aus der viele Erkenntnisse über Merkmale von Hilfeempfängern und Hilfequellen stammen, arbeitete vorwiegend mit Dyaden, die einander unbekannt waren.
→ Partner, die einander schon jahrelang kennen, reagieren in Notsituationen wahrscheinlich anders als Freunde, Kinder oder sogar Fremde

Bodenmann:  Notwendigkeit, sich die Funktionen intimer Partnerschaften zu vergegenwärtigen und die Rolle von Unterstützungsleistungen darin zu erkennen.
→ greift sechs Funktionen von Partnerschaften auf, die von Cutrona (1996) und zuvor von Weiss (1978) formuliert wurden:

  1. Sicherheit gewähren
  2. Zusammengehörigkeitsgefühl (gleiche Interessen und Ziele) und soziale Integration stärken
  3. Wechselseitige Wertschätzung praktizieren
  4. Unterstützung / Hilfe leisten
  5. Verlässlichkeit demonstrieren
  6. Gegenseitige Fürsorge bieten sowie das Gefühl haben, für das Wohlbefinden des anderen notwendig zu sein.

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