VU Gesundheitspsychologie

5. Soziale Unterstützung und Gesundheit

Unterstützung in der Partnerschaft - Geschlechterrollenerwartungen 

Natürlich kann es in Partnerschaften aufgrund diskrepanter Erwartungen bezüglich der Unterstützungsleistungen auch zu Problemen kommen.
 
Hobfoll et al.:
aufgrund der bestehenden Geschlechterrollenerwartungen machen Männer andere Erfahrungen mit sozialer Unterstützung als Frauen.
  • Von Männern wird das Mobilisieren von Unterstützung nicht erwartet, sie sollen ihre Probleme alleine lösen, kompetent und effizient sein.
  • Von Frauen hingegen wird Emotionsausdruck, das Erbitten von Hilfe und Fürsorge erwartet.
 
schwierig: Geschlechterrollen vom Unterstützungsverhalten bei Paaren zu entkoppeln dürfte in der Untersuchung heterosexueller Lebensgemeinschaften schwierig sein.
→ Ein Weg muss in der Erfassung der Geschlechterrollen bei beiden Partnern liegen.

Weiteres Problem: Die Erfassung einer zeitlich kurzen Episode vom Unterstützungsverhalten eines Paares liefert meistens keinen repräsentativen Ausschnitt.
→ von Vorteil, die Regelmäßigkeit und das Wiederauftreten von gleichartigen Interaktionsmustern zu untersuchen.
Damit kann die Bedeutung einer Handlung für beide Interaktionspartner erschlossen und verstanden werden, warum ein und dieselbe Handlung einmal positive und ein andermal negative Reaktionen hervorruft 

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