VU Gesundheitspsychologie

9. Gesundheitsprogramme

Was ist Prävention?

Prävention von Krankheiten und deren negativen Folgen ist ein Teil von Gesundheitsförderung.

Unterscheidung:
  • primäre Prävention
    zielen auf die Verringerung der Inzidenz von Krankheiten in der Gesamtbevölkerung ab
    → Auf breiter Ebene involvieren diese Maßnahmen z. B. Gesetze zur Einhaltung von Umweltstandards in der Industrie, Impfungen & die Kostenübernahme von Vorsorgeuntersuchungen durch die gesetzliche Krankenversicherung.

    Gesundheitspsychologische Prävention umfasst verhaltensbezogene Strategien, mit denen krankheitsspezifische Risikofaktoren vermindert werden, etwa durch Aufklärung über Risiken wie Rauchen  und protektive Faktoren wie gesunde Ernährung.

  • sekundäre Prävention: 
    greift in den frühen Stadien einer Erkrankung mit dem Ziel, ihren Verlauf zu dämpfen, die Dauer zu verringern, oder eine schlimmere Folgeerkrankung zu vermeiden.
    → Typische sekundärpräventive Maßnahmen sind so genannte „screening-tests“, z. B. zur Früherkennung von Krebs.

  • tertiäre Prävention: beinhaltet rehabilitative Maßnahmen, um Komplikationen bei schweren Erkrankungen zu vermeiden, und Behinderungen im Alltag zu minimieren.
    → Beispiele sind Physiotherapie nach schweren Verletzungen, aber auch psychologische Programme für chronisch Kranke wie Stressbewältigung und Aufklärung zählen dazu

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