Sozialstruktur und Gesellschaftsvergleich

Gesellschaftsvergleich und -entwicklung II

Fertilität Empirische Entwicklungen in Deutschland

  • Altersspezifische Geburtenziffern: Im historischen Vergleich findet ein Aufschub der "durchschnittlichen Geburt" im Lebenslauf der Mütter statt: Die Geburt der meisten Kinder erfolgt heute im Alter von ca. 31 Jahren. In den 1970ern lag sie bei 26-27 Jahren
  • Total Fertility Rate: Seit fast hundert Jahren liegt die Geburtenziffer unter dem Bestandserhaltungsniveaeu, das die Elterngeneration quantitativ reproduzieren würde (heute: 2,1 Kinder pro Frau). Eine Ausnahme war dsa "golden age of marriage" der 1950er/60er Jahre. Seit Mitte der 1970er liegt die TFR in Westdeutschland relativ stabil bei 1,4, in der DDr bzw. Ostdeutschland schwankt sie stark
  • Kohortenfertilität: Für die Frauen der Geburtskohorten um 1970 liegt die endgültige Kinderzahl bei etwa 1,5
  • Kinderzahl: Auffällig ist die Zunahme der Kinderlosigkeit. In den Kohorten um 1970 bleiben ca. 23% der Frauen kinderlos - im Westen (24%) weit mehr als im Osten (15%). Zudem kommt es (im Westen!) umso eher zu Kinderlosigkeit, je höher der Bildungsabschluss einer Frau ist. (Boehnke)
  • Europäischer Vergleich 2014:
    • Niedrige Fertiliät (TFR ≤ 1,40): BA (Min), PT, GR, CY, PL, ES, IT, SK
    • Hohe Fertilität (TFR ≥ 1,75): TR (Max), FR, IE, IS, SE, GB, AL, NO

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