Einführung in die Wirtschaftswissenschaft, BWL Kurseinheit 1

Grundmodell der optimalen Bestellmenge

Das Grundmodell der optimalen Bestellmenge wurde von HARRIS (1915) entwickelt und von STEFANICK-ALLMAYER (1927) sowie ANDLER (1929) in Deutschland eingeführt.
Das mit diesem Modell zu lösende Problem resultiert aus der gegenläufigen Entwicklung der Lager- und Bestellkosten bei abnehmender (zunehmender) Bestellmenge. Da die bestellfixen Kosten im Planungszeitraum von der
Bestellhäufigkeit abhängig sind, wachsen sie mit abnehmender Bestellmenge.
Kleine Bestellmengen führen zu geringen Lagerbeständen, welche niedrige Lagerkosten in der Planungsperiode zur Folge haben. Umgekehrt sinken die Bestellkosten mit wachsender Bestellmenge, während die vom durchschnittlichen Lagerbestand und von der Lagerdauer abhängigen Lagerkosten steigen. Diese gegenläufigen Kostengrößen sind zum Ausgleich zu bringen. Ziel der Ermittlung der optimalen Bestellmenge ist es daher, einen im Planungszeitraum vorgegebenen Gesamtbedarf an Materialien so in Bestellmengen aufzuspalten, daß die Summe der
Bestell- und Lagerkosten minimiert wird.

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