Gesundheitssysteme

Nenne und beschreibe die drei Arten von Armut 

Armut

Absolute Armut

  • Absolute Armut ist das Leben am Existenzminimum. Die Grundbedürfnisse können nicht befriedigt werden, was einen permanenten Kampf ums Überleben bedeutet. Diese Form von Armut ist in Deutschland fast unbekannt.

Als absolut arm gilt, wer weniger als einen Dollar pro Tag für die Befriedigung der Lebensbedürfnisse zur Verfügung hat.

Aber: Die ärmsten der Armen leben auf dem Land. In der Stadt gibt es nämlich mehr Arbeitsmöglichkeiten sowie die Möglichkeit  der Geldbeschaffung durch Kriminalität.

 

Relative Armut

  • Relative Armut ist die Unterversorgung an materiellen und immateriellen Gütern. Dadurch sind die Lebenschanen im Vergleich zum Durchschnitt der jeweiligen Gesellschaft beschränkt. Das Einkommen reicht nicht aus, um ein annehmbares Leben zu führen.
  • Als relativ arm gilt, wer maximal 50 % des Medianeinkommens einer Bevölkerungsgruppe zur Verfügung hat. Nach den Kriterien der EU reichen 60 %, um als arm zu gelten.

 

Gefühlte Armut

  • Gefühlte Armut ist nicht allein einkommensbezogen. Es ist ein Gefühl der Betroffenheit, der Ausgegrenztheit, der Diskriminierung und der fehlenden Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft.
  • Diese Form von Armut ist insbesondere in reichen Ländern anzutreffen.
  • Bei der gefühlten Armut ist die Entwicklung zu einer sozialen Persönlichkeit behindert, weil der Wohnraum zu beengt ist, die Entfaltungsmöglichkeiten unzureichend sind und die Erziehung meist schlecht ist und ohne geregelte Strukturen erfolgt. Meistens sind Kinder von der gefühlten Armut betroffen.

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