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Aufrechterhaltende Faktoren

Vorteile, die ein Patient aus seiner Krankenrolle zieht (Stichwort: sekundärer Krankheitsgewinn), muss der Therapeut abschätzen: Der Patient erhält zu Hause mehr Zuwendung, dort kann er sich um Verantwortlichkeiten drücken.

In anderen Fällen werden die Personen, die den Patienten versorgen, für ihre Helferrollen besonders belohnt. Sie werden es gar nicht gern sehen, wenn der Patient durch eine Besserung seines Zustands von ihnen unabhängiger wird (Stellvertretendes Münchhausen Syndrom).

Ferner kann das Problemverhalten eines Patienten bestehen bleiben, weil es  angstreduzierend ist: es erlaubt dem Patienten, Situationen zu vermeiden, die ihn belasten. Dem Patienten müssen in solchen Fällen sozial akzeptablere Arten des Umgangs mit Belastungssituationen vermittelt werden.

Oberstes Ziel jeder Verhaltenstherapie ist es, den Patienten in die Lage zu versetzen, die Situationen wieder zu meistern, derentwegen er in Behandlung gekommen ist.

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