BWL 01

14. Produktion

14.2.1 Was versteht man unter dem Begriff Serienfertigung?
 
Fertigungstypen und Fertigungsverfahren

Bei der Serienfertigung handelt es sich um eine Mehrfachproduktion, bei der die zu produzie- rende Menge vor dem Produktionsbeginn festgelegt wird. Im Rahmen der Serienfertigung wer- den insbesondere standardisierte Erzeugnisse mit kundenspezifischen Eigenschaften und Merkmalen hergestellt, wie etwa Pkws oder Lkws.
 
 
 
Einzelfertigung
 

Bei der Einzelfertigung beträgt die Auflagengröße eins. Je nach Produktion kann eine Einzel- fertigung einmalig stattfinden oder nach einem längeren unregelmäßigen Zeitabstand in eine Wiederholproduktion münden. Typische Beispiele für eine Einzelfertigung sind der Bau eines Einfamilienhauses oder das Anfertigen eines Maßanzuges.

Serienfertigung

Bei der Serienfertigung handelt es sich um eine Mehrfachproduktion, bei der die zu produzierende Menge vor Produktionsbeginn festgelegt wird. Im Rahmen der Serienfertigung werden insbesondere standardisierte Erzeugnisse mit kundenspezifischen Eigenschaften und Merkmalen hergestellt. Ein Beispiel hierfür ist die Produktion von Pkws oder Lkws.

Sortenfertigung

Bei der Sortenfertigung handelt es sich ebenso wie bei Serienfertigung um eine Mehrfachpro- duktion. Im Gegensatz zur Serienfertigung werden größere Mengen eines Produkts in ver- schiedenen Varianten (Sorten), jedoch ohne kundenspezifische Eigenschaften produziert. Bei- spiele hierfür sind die Herstellung von Joghurt in verschiedenen Geschmacksrichtungen oder Produktion einer Kollektion von Wintermänteln.

Massenfertigung

Bei der Massenfertigung schließlich werden homogene Produkte in großer Stückzahl für den Markt gefertigt. Es handelt sich dabei um eine Mehrfachproduktion, bei der aber vor Produk- tionsbeginn keine Auflagengröße festgelegt wurde. Dieses Verfahren kommt bei Standardprodukten ohne kundenspezifische Merkmale zum Einsatz. Als Beispiele hierfür kann die Pro- duktion von Schrauben oder Mineralwasser genannt werden.

Seit Jahren wird die Massenfertigung auch modifiziert durch die Möglichkeiten der Einbindung der Kunden vor der endgültigen Produktion des Produktes. Dabei werden häufig Instrumente des sogenannten Web 2.0 eingesetzt. Darunter zu verstehen ist eine soziotechnisch ver- änderte Nutzung des Internets. Übertragen auf die Produktfertigung verbindet dieser Ansatz die Massenproduktion und die Kundenindividualisierung. Aus den Begriffen „Mass Production“ und „Customization“ wurde der Begriff Mass Customization.

Ziel ist es, individuelle Produkte unter den Bedingungen einer rationellen, industriellen Ferti- gung herzustellen. Die Angebotspalette zur Gestaltung und Individualisierung von Produkten ist sehr vielfältig (z. B.: URL: http://www.chocri.de, http://www.mymuesli.com, http://www. kisseria.de, http://www.nikeid.com, http://www.miadidas.com [letzter Zugriff: 25.03.2015]).