BWL 01

13. Beschaffung

iso 9001 

Ein wesentlicher Grundsatz der DIN EN ISO 9001 ist der prozessorientierte Ansatz. Ein prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem begleitet und dokumentiert alle wesentlichen betrieblichen Prozesse und stellt diese auf den Prüfstand. Dadurch können auch bei gut funktionierenden Organisationen Optimierungsmöglichkeiten aufgedeckt werden.

In unserem Leitfaden sind die wichtigsten Inhalte zur DIN EN ISO 9001:2015 zusammengefasst.

-----

  1. Im Zusammenhang mit der Lieferantenpolitik werden Entscheidungen hinsichtlich der Liefe- rantenstruktur und der Lieferantenbeurteilung getroffen. In modernen Lieferantenauswahl- systemen spielen Zertifikate, die einen Lieferantennachweis über Qualitätssicherungssysteme beziehungsweise Umweltmanagementsysteme geben, eine immer größere Rolle. Um effiziente Strukturen und verlässliche Qualität etwa als Zulieferer nachzuweisen, existiert z. B. die DIN EN ISO 9001:2015. Sie soll gewährleisten, dass „[...] ein Unternehmen alles dafür tut, um gute Produkte oder Dienstleistungen zu erbringen. Um dieses qualitätsgerechte Handeln des Unternehmens messbar und vergleichbar zu machen, wurde versucht, einen einheitlichen Standard für dieses Handeln zu schaffen“ (Brugger-Gebhardt 2016, S. 3.).

    Die DIN EN ISO 9001:2015 legt, gegenüber Ihrer Vorgängerin aus dem Jahr 2008, größeres Gewicht auf den prozessorientierten Ansatz mit einem umfassenden und systematischen Pro- zessmanagement. Die Wahl der Lieferanten und deren Auswirkungen auf die Konformität von Produkten und Dienstleistungen werden dabei auch betrachtet. Die DIN EN ISO 9001:2015 besteht auf zehn Abschnitten. Eine Zertifizierung hiernach ist seit September 2015 möglich (vgl. TÜV Süd 2016).