Waldpflege & Waldentwicklung

Welche Baumarten kommen für einen Unterbau von Eichenbeständen in Frage (Standorte, Vor- und Nachteile)? Welche wichtigen Funktionen soll der Unterbau wahrnehmen?

  •  Rotbuche
    • für Traubeneichenbestände auf mesotrophen und mäßig trockenen, subkontinentalen Standorten
    • bewirkt bei gleichmäßiger Verteilung eine optimale Beschattung
    • durch vitales Wachstum Einwachsen in die Eichenkrone
  • Hainbuche
    • höhere Nährstoffansprüche und geringeres Höhenwachstum ggü. Rotbuche
    • für Stieleichenbestände auf stark wasserbeinflussten, wechselfeuchten bis staunassen Standorten 
    • wird gern verbissen (nur mit Schutzmaßnahmen)
    • weniger Pflegeeingriffe nötig (durch geringe Endhöhe)
    • auch als Mitanbau möglich (geringere Konkurrenzkraft)
  • Winterlinde
    • in Stieleichenbeständen auf Pseudogley-Standorten
    • Nährstoffansprüche höher als Hainbuche
    • nur mäßiger Vertikalschluss
    • kaum von Mäusen befressen, aber stärker vom Wild verbissen
    • schnelles Höhenwachstum und relativ breite Kronenentwicklung (ggf. Gefahr zu schnellen Einwachsens in die Eichenkrone)
    • basenreiche Streu (bodenpfleglich)
 
  • Verbesserung des Waldinnenklimas
  • Schutz gegen Wind, Sonne, Temperaturextreme und Bodenverwilderung
  • Erhaltung der Bodenfeuchtigkeit
  • Verbesserung des "kleinen Nährstoffkreislaufes"
  • Vermeidung der Schaftentwertung durch Wasserreiser

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