Stömingsmaschinen

Was ist eine Gleichdruck-, Überdruck-, Kondensations & Gegendruckturbine?

Gleichdruckturbine:
in einer Aktions- oder Gleichdruckturbine das gesamte Energiegefälle
durch sich verengende Strömungskanäle zwischen den Leitschaufeln in kinetische
Energie umgewandelt (s. Bild 1.2.16), d. h. die Geschwindigkeit steigt und der Druck
verringert sich. Im Laufrad jedoch bleiben der Druck und der Betrag der Strömungsgeschwindigkeit
in den Schaufelkanälen, also die Relativgeschwindigkeit w, konstant
 
Überdruckturbine:
In den Leitkanälen einer Reaktions- oder Überdruckturbine wird das der Stufe zur
Verfügung stehende Energiegefälle nur teilweise in kinetische Energie verwandelt.
Durch sich gleichfalls verengende Kanäle zwischen den Laufschaufeln wird beim
Durchströmen derselben die Relativgeschwindigkeit vergrößert und dadurch das restliche
Energiegefälle umgesetzt, wodurch sich der Druck auch im Laufrad verringert.
 
Kondensationsturbine:
Einsatz zur Stromerzeugung oder zum Antrieb von Arbeitsmaschinen;
thermische Schaltung des Kreisprozesses ohne Zwischenüberhitzung; Ausnutzung
des größtmöglichen Enthalpiegefälles durch Entspannung auf Kondensatordruck
 
Gegendruckturbine:
Der Dampf wird auf einen Druck entspannt, der in der Regel höher
als der Atmosphärendruck ist; die Dampftemperatur ist entsprechend hoch. Die im Abdampf
noch enthaltene thermische Energie wird einem Wärmeverbraucher zugeführt.
Dadurch wird die gesamte im Frischdampf enthaltene Energie mit einem hohen Nutzungsgrad
umgesetzt. Der Dampfmassenstrom richtet sich gewöhnlich nach dem Bedarf
des Wärmeverbrauchers.

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