Heilpraktikerprüfung

Frage: Einfachauswahl
Welche Aussage zur Gicht bzw. Hyperurikämie trifft zu?
 A) Die meisten Menschen mit einer unbehandelten Hyperurikämie entwickeln eine Gicht
 B) Frauen vor der Menopause haben häufiger eine Hyperurikämie als Männer
 C) die Ursache einer Hyperurikämie ist immer Folge einer anderen Erkrankung, bei der es zu einer vermehrten Harnsäurebildung kommt (z. B. Hämolysen, Leukämien)
 D) Typisch ist ein erhöhter Urobilinogen-Spiegel im Serum
 E) Bei einer chronischen Gicht kann es auch zu Schädigungen an den Nieren kommen

Antwort E) ist richtig.

Als eine Hyperurikämie wird eine Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut bezeichnet die zu einer Gicht führen kann. Die Gicht ist eine schmerzhafte Erkrankung der Gelenke. Sie wird durch Einlagerung von kristallisierten Salzen der Harnsäure in den Gelenken ausgelöst.

Zu A) = Falsch, eine Hyperurikämie verläuft oft asymptomatisch und ist ein Zufallsbefund, weil im Labor die Harnsäure kontrolliert wird.
Zu B) = Falsch, vor der Menopause haben die Frauen durchschnittlich einen niedrigeren Harnsäurespiegel als Männer. Grundsätzlich sind Frauen weniger häufig betroffen als Männer.
Zu C) = Falsch, 90% der Urikämien sind eine primäre Hyperurikämie, die famiilär bedingt ist. Hier wird zu wenig Harnsäure ausgeschieden. Die restlichen 10% der Urikämie wird durch andere Erkrankungen verursacht (= sekundäre Hyperurikämie).
Zu D) = Falsch, Urobilinogen ist ein Abbauprodukt von Ammoniak. Es gelangt über die Leber und den Darm in den Kreislauf und wird dann über die Niere ausgeschieden.
Zu E) = Richtig, bei der chronischen Gicht kann sich die Harnsäure auch in den Nieren ablagern und so die Nieren schädigen.

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