M3b - Biopsychologie

2. Erregungsbildung und Erregungsleitung

Erkläre die Funktionsweise des Aktionspotentials!

Aktionspotenzial (AP): Wird ausgelöst, wenn das Potenzial, das den Axonhügel erreicht groß genug ist, um die Zellmembran bis über den Schwellenwert zu depolarisieren. Es öffnen sich die spannungsgesteuerten Na+- Kanäle und ein Aktionspotenzial wird ausgelöst. Dieses ist in unterschiedliche Phasen unterteilt. Es beginnt mit der schnellen positiven Potenzialänderung, dem Aufstrich. Diese Phase wird auch Depolarisationsphase genannt, wobei der positive Anteil (0 - 30 mV) als Overshoot (Überschuss) bezeichnet wird. Zugrunde liegt der Einstrom von Na+- Ionen aufgrund einer erhöhten Permeabilität der Membran für Na+. In der Repolarisationsphase (vermehrter K+ - Ausstrom) kehrt das AP zum Ruhepotenzial zurück. Verantwortlich hierfür sind die langsamen spannungsabhängigen K+ - Kanäle. Kleine Nachschwankungen des Membranpotenzials werden als hyperpolarisierende (über Ruhepotenzial hinaus) oder depolarisierende Nachpotenziale bezeichnet. Aktionspotenziale können sich über lange Strecken, ohne Verlust, in einem Axon fortpflanzen. (S.37 Birbaumer und Schmidt)

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