Kriminologie

Historische Entwicklungslinien

1. Kriminalitätsphilosphie (Klassiche Schule)
- Im 18. Jhd.
- Beccaria: Im Sinne der Aufklärung ist rechtsstaatliches und menschenwürdiges Strafrecht notwendig
- Bentham: Kriminalität = Normalität als Verfolgung von eigenen Interessen; Konformität entsteht durch natürlicher, religiöser, moralischer oder rechtlicher Sanktion
 
2. Kriminalbiologie
- Ende 19. Jhd.
- biologisch-medizinischer Positivismus: Das "natürliche Verbrechen" und der "geborene Vebrecher" (Lombroso)
Untersuchungen erfolgen anhand
- Grundvoraussetzung: Kontrolle anderer insb. sozialer Einflüsse
- Morphologischer Untersuchung
- Genetischer Untersuchung
- Kriminalität der Elternfamilie
- Zwillingsstudien
- Adoptionsstudien
- Neurowissenschaftliche Untersuchungen, Neurokriminologie
 
2a. Bio-Sozialer Ansatz
- zwar biologische Prädisposition zur Kriminalität
- aber biologisch kein singulärer Bereich kausal für Kriminalität, sondern Interaktion aller Bereiche (dabei wirkt sich soziale Umfeld aus)
 
2b. Kriminalbiologie und Nationalsozialismus
 
3. Psychiatrisierung
- 20. Jhd.
 
4. Soziologisierung
- 20. Jhd. positivistisch konstruktivistisch 
- Prägende Unterschiede zur modernen Kriminologie: konzeptionell
  • genetische Veranlagung - soziales Lernen
  • Individuum - Organisation
  • Unterschichtkriminalität - Kriminalität der Mächtigen
  • Täterverhalten - Kriminalisierung
  • Individuelle Ursachen - Gelegenheiten, Situationen
  • Täter - Opfer
  • Bestrafung - Wiedergutmachung 
methodologisch
  • Hellfeld - Dunkelfeld
  • statische Tätereigenschaft (Neigung) - Dynamik und Veränderung im delinquenten Lebensverlauf

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