Makro

Kapitel 2

Das Primäreinkommen wird bei der Def. vom Bruttonationaleinkommen (BNE) verwendet:
 
BNE = BIP + Primäreinkommen der Inländer aus dem Ausland - Primäreinkommen der Ausländer aus dem Inland
= BIP + Saldo der Primäreinkommen aus der übrigen Welt
 
Bsp. für Primäreinkommen aus der übrigen Welt bzw. an die übrige Welt: 
-Kapitalerträge (Zinsen und Dividenden aus Auslandsveranlagungen)
-Arbeitseinkommen der Grenzgänger (Aus- und Einpendler)
-Produktions- und Importabgaben an die EU minus der von der EU empfangenen Subventionen
 
Das BIP entspricht dem Inlandskonzept; das BNE und BSP (Bruttosozialprodukt) dem Inländerkonzept.
 
Inlandskonzept:
Beschreibt das Einkommen innerhalb der geographischen Grenze des Inlandes geschaffen wurde. Unabhängig ob Inländern oder Ausländern zufließt.
 
Inländerkonzept:
Beschreibt das Einkommen, welches den Inländern insgesamt zufließt. Unabhängig ob es im Inland oder Ausland geschaffen wurde.
 
Inländer (inländische Wirtschaftseinheiten):
Personen oder Institutionen mit einem ständigen Sitz im Inland. Staatsangehörigkeit und Eigentumsverhältnisse spielen keine Rolle. z.B. gehören ausländische Arbeitnehmer im Inland zu den inländischen Wirtschaftseinheiten.
 
Ausländer:
Erfüllen die Bedingung von "Inländer" nicht z.B. Saisonarbeiter und Grenzgänger.
 
Normalerweise ist bei den Ländern die Differenz klein zw. BIP und BNE.
Ausnahme sind Irland und Kuwait.
Irland 2002: BIP = 125% des BNE , Grund: viele Unternehmen sind in ausländischen Eigentum, Gewinne fließen zum Großteil an die ausländischen Eigentümer.
Kuweit: BNE signifikant größer als BIP,  Grund: hohe Kapitaleinkommen aus dem Ausland, da ein Teil der Erdölexporteinnahmen nicht für den Import von Konsum- und Investitionsgüter verwendet sondern im Ausland veranlagt wird)
 
 

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