Zusatz: Mündliche Prüfung

1.3 Öffentliches Recht, 1 Häufige Fragen

Was ist eine Republik? Ist jede Republik notwendig demokratisch?
 

Eine Republik (von lat. res publica = „öffentliche Angelegenheit“) ist eine Staatsform, bei der das Staatsvolk höchste Gewalt des Staates und oberste Quelle der Legitimität ist. Sie wird heute regelmäßig als Gegenbegriff zur Monarchie verwandt. In der Antike aber schlossen sich Republik und Monarchie noch nicht aus, sondern nur Republik und Tyrannis. Erst im Zuge der französischen Revolution hat sich unser heutiges Verständnis des Begriffs herauskristallisiert. Die Staatsform der Republik zieht nicht zwingend eine bestimmte Regierungsform oder demokratische Strukturen mit sich. So gibt es etwa auch die Volksrepublik (häufig Diktatur des Proletariats), die Räterepublik, die aristokratische Republik oder die diktatorische Republik. Der Begriff Republik bezeichnet also – als Gegensatz zur Monarchie – lediglich eine Staatsform, in der das Staatsoberhaupt nicht dynastisch, sondern über das Staatsvolk legitimiert ist; dagegen bezeichnet eine Demokratie als Gegensatz zur Diktatur ein System, in dem auch die tatsächliche Staatsgewalt vom Volk ausgeht und politische Entscheidungen nach dem Mehrheitsprinzip getroffen werden.
 

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